MoBa-Pi Software Quick Guide

Liste der benötigten SW:

  1. Raspbian Jessie
  2. srcpd
  3. s88udp
  4. bcm2835 Bibliothek (für s88udp)
  5. Rocrail 

Tools (die werdet Ihr aber sowieso haben):

  1. Putty
  2. FileZilla

 

Auf dem Raspberry Pi wird die letzte Raspbian Jessie Version installiert.

Wie das geht ist hier beschrieben.

Dann müssen ein paar Settings mit raspi-config gemacht werden:

  1. Serielle Schnittstelle zur Ausgabe von Logs abschalten.
  2. ssh einschalten.
  3. Wer mag ändere das Passwort (ich nehme immer ein kürzeres, schließlich geht es um Modellbahn und nicht um Banking).
  4. Boot to console (x bauchen wir nicht und kostet nur unnötig Rechenzeit).

Wer mag kann in .bashrc seine Alias Settings bearbeiten (ich schalte mir immer „ll“ frei):

cd /home/pi
sudo nano .bashrc

Dann  erst mal alles auf den neuesten Stand bringen:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade


Das folgende gilt nur für den Raspberry Pi3!

Beim Pi3 hat die Raspberry Foundation Bluetooth eingebaut. Dummerweise haben sie den Bluetooth Chip an den von uns für den srcpd benötigten UART angeschlossen. Aber das kann man umbiegen. Bluetooth geht dann natürlich nicht mehr, aber das brauchen wir ja auch nicht.

Pi3 Bluetooth ausschalten und UART0/ttyAMA0 über die GPIOs 14 & 15 wieder herstellen.

config.txt öffnen um den UART wieder mit dem GPIO 14 & 15 zu verbinden:

sudo nano /boot/config.txt

und am Ende der Datei folgende Zeile einfügen:

dtoverlay=pi3-disable-bt

Jetzt muss noch das Bluetooth ausgeschaltet werden, dazu folgenden Befehl einmalig eingeben:

sudo systemctl disable hciuart

Jetzt erst mal neu starten.


Ab hier geht es wieder für alle weiter.

srcpd:

Mit FileZilla den srcpd kopieren und anschließend installieren:

tar -xzf srcpd-2.1.3.tar.gz
cd srcpd-2.1.3/
sudo apt-get install libxml2 libxml2-dev telnet

(„J“ antworten)

./configure
make

Wenn als letzte Zeile „make[1]: Leaving directory ‚/home/pi/srcpd-2.1.3′“ stehenbleibt, hat das Erstellen geklappt, und das Programm kann installiert werden.

sudo make install

Dann muss die srcpd.conf bearbeitet werden. Die von mir verwendete Version könnt Ihr Euch hier runter laden und entweder selbst benutzen oder als Vorlage für Eure eigene verwenden. (Nach dem kopieren dos2unix verwenden.)

cd /usr/local/etc/
sudo nano srcpd.conf

Jetzt kann der srcpd getestet werden:

/usr/local/sbin/srcpd

 Wer einen srcpd Client hat (z.B. j-man) kann jetzt die Funktion testen.

Ist alles erfolgreich verlaufen kann man den srcpd beim Start des Raspberry Pi direkt mit starten. Achtung, beim Raspberry Pi3 haben wir oben die UART – GPIO Verbindung umgebogen. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es Probleme gibt, wenn srcpd zu früh gestartet wird, da dann die Verbindung von UART zu GPIO noch nicht gemacht ist.

Ein einfaches „sleep“ in der rc.local reicht aber auch nicht, da meiner Erfahrung nach auch der Prozess pausiert, der sich um die UART – GPIO Verbindung kümmert.

Die Lösung besteht darin, die rc.local abarbeiten zu lassen und trotzdem den srcpd Client später zu starten, das machen wir wie folgt.

sudo nano /etc/rc.local    <- öffnen der rc.local

Diese Zeile vor exit0 einfügen:

(/bin/sleep 30 && /usr/local/sbin/srcpd) &

sleep 30 verzögert den Start um 30 Sekunden und das „&“ hinter der Klammer sorgt dafür, dass der Befehl in einer eigenen bash ausgeführt wird. Dadurch wird dann rc.local direkt weiter abgearbeitet.

 

Shutdown Taster:

Als nächstes richten wir das Ausschalten des MoBa-Pi per Taster ein, alle details dazu findet Ihr in diesem Forumsbeitrag:

http://www.forum-raspberrypi.de/Thread-tutorial-hoch-und-runterfahren-mittels-taster-incl-status-led

Folgende Pakete installieren (kann sein, dass es die schon gibt, macht aber nix):

sudo apt-get install python-dev
sudo apt-get install python-rpi.gpio

Shutdown.py hier laden und dann mit dem FileZilla shutdown.py ins Verzeichnis /home/pi/ kopieren.

Rechte anpassen und in rc.local einfügen.

sudo chmod +x /home/pi/shutdown.py
sudo nano /etc/rc.local

Diese Zeile vor exit0 einfügen:

(/bin/sleep 90 && python /home/pi/shutdown.py) &

s88udp:

Wie auf der Seite von Siggi beschrieben wird s88udp auf dem MoBa-Pi installiert.

Erst muss die Bibliothek bcm2835 installiert werden von der ich die Version 1.50 der Bibliothek verwende. Laden und mit FileZilla kopieren, dann installieren.

tar zxvf bcm2835-1.50.tar.gz
cd bcm2835-1.50
./configure
make
sudo make check
sudo make install

Jetzt könne wir s88udp auf den MoBa-Pi kopieren und installieren.

tar -xzf s88udp.tar.gz
cd s88udp
make
sudo make install

Auf s88udp.de ist erklärt, wie man das testen kann.

Dann noch folgende Zeile in rc.local einfügen.

(/bin/sleep 40 && /usr/local/bin/s88udp -m x) &    <- x ist die Anzahl der angeschlossenen Module.

Rocrail:

Rocrail kann als fertiges .deb Paket hier von der Rocrail Seite geladen werden.

Das Paket dann per FileZilla nach /home/pi/ auf den Raspberry Pi kopieren.

Die Installation des Paketes erfolgt mit

sudo dpkg -i rocrail-11465-linuxarmhf-wx3.0-armhf.deb

Leider ergeben sich Abhängigkeiten.

dpkg: Abhängigkeitsprobleme verhindern Konfiguration von rocrail:
rocrail hängt ab von libwxgtk3.0-dev | libwxgtk2.8-dev; aber:
Paket libwxgtk3.0-dev ist nicht installiert.
Paket libwxgtk2.8-dev ist nicht installiert.

Diese lassen sich aber automatisch mit

sudo apt-get -f install

auflösen.

Danach wird die Installation einfach noch einmal versucht:

sudo dpkg -i rocrail-11465-linuxarmhf-wx3.0-armhf.deb

War die Installation erfolgreich, finden wir Rocrail nun unter

cd /opt/rocrail/

und wir können Rocrail mit

./rocrail.sh

testweise starten.

Vom PC aus sollten wir Rocview nun mit Rocrail auf dem MoBa-Pi verbinden können.

Jetzt muss unter Rocrail noch der srcpd als Zentrale eingerichtet werden.

Schnittstellenkennung: srcp
Hostname: 127.0.0.1
Port: 4303
Gerät: /dev/ttyAMA0
Sub-Bibliothek: TCPIP

Auch Rocrail lässt sich natürlich beim Booten des Raspberry Pi automatisch starten, dazu noch folgende Zeile in rc.local einfügen:

(/bin/sleep 60 && su pi -c ‚/opt/rocrail/rocrail.sh‘) &

 

Die von mir verwendete rc.local könnt Ihr Euch hier anschauen.

Und nun viel Spaß mit dem MoBa-Pi!

-Stephan